Beschreibung

Österreich, Mitte 18. Jahrhundert. Außergewöhnlicher antiker Barockschrank mit leicht vorgezogener Front, die Türen zur Seite hin leicht wellenförmig nach hinten geführt. Auf Kugelfüßen stehender zweitüriger Weichholzkorpus auf einem zwei-schübigen, leicht konvex nach vorne tretenden Sockelgeschoss. Das Gesims des Barockschranks ist in Form eines kräftigen Hohlkehlenprofils gearbeitet, dementsprechend nach oben und vorne mit leichter Schweifung. Die Eckschrägen und Mittellisene mit konischen Pilastervorlagen, jeweils gekrönt mit einem geschnitzten Rocaille-Kapitel. Furniert in Nussbaum sowie verschiedenen, teilweise gefärbten Edelhölzern,wie Ahorn, Zwetschke und Nusswurzel sowie verziert mit aufwendiger Brandmalerei. Die Front und Seitenwände des Barockschrank sind aufwendig marketiert, auf den Türen zwei Medaillons, reichlich verziert mit Bandelwerk, Blumensträußen und Rocaillekartuschen. Der Schrank ist mittels Keilverbindungen in vier Teile zerlegbar. Dieser kunstvoll gearbeitete Hallenschrank ist ein hervorragendes Beispiel für die alpenländische Möbelkunst des 18. Jahrhunderts.